Zustimmung

Ein Vorschlag zur Zustimmung fragt, ob eine Maßnahme sicher genug ist, um sie auszuprobieren. Die Teilnehmenden stimmen zu oder erheben einen Einwand. Ein Einwand benennt ein konkretes Risiko oder einen möglichen Schaden, auf den der Vorschlag eingehen sollte.

Diese Seite erklärt, wie du einen Vorschlag zur Zustimmung durchführst. Den vollständigen Ablauf mit Fragen, Stimmungsbild, Änderungen, Einwänden und Fazit findest du unter Zustimmungsprozess.

Verwende Zustimmung, wenn die Gruppe eine praktikable Entscheidung treffen muss, die ohne berechtigten Einwand umgesetzt werden kann. Das eignet sich für Experimente, Arbeitsregeln, Vereinbarungen über Rollen und andere Entscheidungen, die die Gruppe nach ersten Erfahrungen überprüfen kann.

Bei der Zustimmung müssen nicht alle den Vorschlag bevorzugen. Lege vor der Abstimmung fest, was als Einwand zählt, und erkläre, wie Einwände geprüft und geklärt werden.

Beispiel: Mehrwegflaschen testen

Die Hafermilchgenossenschaft schlägt vor, nächsten Monat einen sechswöchigen Test mit Mehrwegflaschen zu beginnen. Der Test ist begrenzt und wird anschließend überprüft. Deshalb fragt die Gruppe, ob sie ihn sicher ausprobieren kann.

Vorschlag vorbereiten

Beschreibe die geplante Maßnahme, ihre Grenzen, Schutzmaßnahmen und den Zeitpunkt der Überprüfung. Erkläre genau, was Zustimmung und Einwand bedeuten. Verlange für Einwände eine Begründung, damit die Gruppe das Anliegen verstehen und darauf eingehen kann.

Abstimmen

Teilnehmende wählen Zustimmung, wenn der Vorschlag sicher genug ist, um ihn auszuprobieren – auch wenn sie einen anderen Plan bevorzugen. Sie wählen Einwand, wenn sie ein wesentliches Risiko oder einen möglichen Schaden beschreiben können.

Ergebnisse auswerten

Das Diagramm zeigt die Einwände. Die Gruppe muss aber auch deren Begründungen prüfen. Einen berechtigten Einwand kannst du klären, indem du den Vorschlag änderst, eine Schutzmaßnahme ergänzt, seinen Umfang anpasst oder entscheidest, nicht fortzufahren.

Veröffentliche ein Fazit, das die vereinbarte Maßnahme, mögliche Schutzmaßnahmen, die verantwortlichen Personen und den Zeitpunkt der Überprüfung festhält.