Abschluss

Fazit und nächste Schritte

Ein Fazit hilft der Gruppe zu erkennen, ob sie die Ziele einer gemeinsamen Diskussion erreicht hat. Die moderierende Person kann die Entscheidungen zusammenfassen und der Gruppe zurückmelden. So lassen sich wichtige Fragen klären:

  • Was haben wir getan?
  • Was bedeutet das?
  • Was passiert als Nächstes?
  • Wofür bin ich verantwortlich?
  • Was wird sich durch diese Erfahrung ändern?

Manchmal sind die Antworten ganz konkret, etwa Aufgaben für die nächsten Schritte. Manchmal sind sie weniger greifbar, etwa ein besseres gemeinsames Verständnis.

Auf Loomio

  • Fazits sind ein wichtiges Werkzeug. Wenn ein Vorschlag endet, fehlt noch ein abschließender Überblick. Dafür gibt es die Fazit-Funktion.
  • Viele Diskussionen auf Loomio enden ganz natürlich, ohne Vorschläge oder veröffentlichte Fazits. Auch sie sind wertvoll. Du kannst das Kontextfeld um eine Zusammenfassung ergänzen, damit die Gruppe später darauf zurückgreifen kann.
  • Wenn bestimmte Personen Aufgaben übernehmen, kannst du ihre Namen mit @ erwähnen. Sie werden dann benachrichtigt.

Dokumentieren und Erkenntnisse festhalten

Um eine Erfahrung einzuordnen, betrachte sie im größeren Zusammenhang. Welche Rolle spielte dieser Moment für den Fortschritt der Gruppe? In welcher Form soll das Gelernte festgehalten werden – als Geschichte, Bericht, Veränderung oder Aufruf zum Handeln?

Eine Erfahrung findet in einem bestimmten Moment statt. Ihre Wirkung entsteht oft erst, wenn die Gruppe sie benennt, festhält und später darauf zurückgreifen kann. Sonst gerät sie in Vergessenheit, Menschen ohne Beteiligung bleiben außen vor oder die Arbeit muss wiederholt werden. Eine konkrete Dokumentation oder ein Bericht kann die Zusammenarbeit erleichtern.

Auf Loomio

  • Loomio dokumentiert den Prozess fortlaufend: Notizen entstehen als Teil der Zusammenarbeit. So erhalten Gruppen ohne zusätzlichen Aufwand ein umfangreiches Archiv.
  • Für das Sammeln und Archivieren gibt es die Suche, die Liste früherer Entscheidungen und die Möglichkeit, eine Diskussion zu drucken.
  • Mit einem Premium-Tarif kannst du alle Loomio-Daten deiner Gruppe exportieren.
  • Viele Gruppen führen auf Loomio Inhalte aus verschiedenen Kanälen zusammen. Sie kündigen zum Beispiel ein Treffen an und erstellen dort die Tagesordnung. Nach dem Treffen vor Ort veröffentlichen sie die Notizen auf Loomio und treffen zugehörige Entscheidungen in derselben Diskussion. So wird auch die Arbeit außerhalb von Loomio Teil der gemeinsamen Dokumentation.

Aus Diskussionen wird Handeln

Irgendwann muss die Gruppe ihre Überlegungen mit der Wirklichkeit außerhalb der Diskussion verbinden. Manchmal geht es nur darum, Ideen und Gefühle zu besprechen, ohne an die Umsetzung zu denken. Meist erreicht eine Gruppe ihre Ziele aber erst, wenn sie ihre Schlussfolgerungen in die Tat umsetzt. Dieser Übergang gehört zum begleiteten Prozess.

An diesem Punkt trifft der gemeinsame Prozess auf andere Abläufe in der Organisation. Die moderierende Person hilft zu klären, wie beides zusammenwirkt. Dazu gehören möglicherweise:

  • Entscheidungsbefugnis — Wer trifft tatsächlich Entscheidungen? Was muss geschehen, damit Ideen umgesetzt werden?
  • Koordination — Wie passt das zu anderen Prioritäten? Welche Abhängigkeiten gibt es?
  • Aufgabenverteilung — Wer übernimmt die nächsten Schritte? Wie wird die Verantwortung nachgehalten?
  • Kommunikation — Wie erfahren andere von diesem Prozess oder dieser Diskussion? Was müssen sie wissen?
  • Verwaltung — Wie gelangen Informationen in andere Systeme, etwa eine Aufgabenverwaltung oder ein Kommunikationstool? Wo werden sie gespeichert?

Wenn es hier Hindernisse gibt, ist es problematisch, sie erst am Ende zu erkennen. Haben die Beteiligten zum Beispiel keine Befugnis, eine beschlossene Änderung umzusetzen, kann das entmutigend sein. Bedenke diese praktischen Fragen schon bei der Planung und richte die Zusammenarbeit danach aus.

Auf Loomio

  • Du kannst die Personen, die nach einer Entscheidung Aufgaben übernehmen, mit @ erwähnen.
  • Viele Nutzer übertragen Inhalte von Loomio auf anderen Wegen in die Abläufe ihrer Organisation. Sie besprechen zum Beispiel Loomio-Entscheidungen bei regelmäßigen Treffen oder übernehmen Fazits in ihre Aufgabenverwaltung.
  • Eine ausdrückliche Entscheidung führt oft zur Frage: „Gut, wie setzen wir das jetzt um?“
  • Beim Gründen einer Loomio-Gruppe stellt sich oft eine wichtige Frage: „Wer muss hier mitwirken, damit aus diesen Entscheidungen Taten werden?“ Fehlen wichtige Beteiligte, Führungspersonen oder Verantwortliche für die Verwaltung, kann der Prozess ins Stocken geraten.

Ein Prozess braucht einen Abschluss

Ein guter Abschluss ist wichtig. Fehlt ein erkennbarer Schlusspunkt, bleibt für Beteiligte oft etwas offen. Manchmal endet ein Prozess, weil die Zeit abläuft, manchmal weil bestimmte Ziele erreicht sind. Achte auf ausgesprochene und unausgesprochene Hinweise, ob einzelne Personen und die Gruppe insgesamt eine Phase oder den ganzen Prozess als abgeschlossen empfinden.

Beteiligte erwarten oft von der leitenden oder moderierenden Person ein klares Zeichen, wann der Prozess zu Ende ist. Das kann eine Ankündigung des Abschlusses sein, gefolgt von einer Zusammenfassung der Entscheidungen und nächsten Schritte sowie einer Verabschiedung. Andere Gruppen haben dafür feste Abläufe, etwa eine Abschlussrunde. Ein Treffen ohne erkennbaren Abschluss auslaufen zu lassen, hinterlässt oft ein ungutes Gefühl.

Auf Loomio

  • Auf Loomio ist ein veröffentlichtes Entscheidungsfazit das deutlichste Zeichen für einen Abschluss.
  • Manche Gruppen nutzen die Funktion Diskussion sperren, um weitere Änderungen zu verhindern und die Übersicht zu wahren.
  • Die Deaktivierung einer Gruppe ist der endgültigste Abschluss. Danach kann niemand mehr etwas hinzufügen.
  • Eine Loomio-Gruppe kann auch dann bestehen bleiben, wenn ihre Aktivität schwankt. Deshalb kann es hilfreich sein, den Abschluss einer bestimmten Phase festzuhalten, selbst wenn die Gruppe später wieder aktiv wird.