Die Governance einer Organisation zu koordinieren, die sich über Kontinente und Zeitzonen erstreckt, ist keine leichte Aufgabe. Das ICCA Consortium, eine bedeutende internationale Vereinigung, die die globale Bewegung für die gemeinschaftlichen Lebensräume indigener Völker und lokaler Gemeinschaften unterstützt, nutzte Loomio bereits im zweiten Jahr in Folge für seine Generalversammlung (GV).

240 einzelne Teilnehmende aus 70 Ländern nahmen an der 19. Generalversammlung des ICCA Consortium teil, die über vier Sitzungen in ebenso vielen Monaten stattfand. Die Versammlung erfuhr mehr über wichtige Aspekte der Arbeit, traf mehrere wichtige Entscheidungen für die Zukunft der Vereinigung und wählte Ratsmitglieder.
Sarah Ryder, Koordinatorin des operativen Betriebs beim ICCA Consortium, erklärt: „Unsere Mitgliedsorganisationen sind über die ganze Welt verteilt. Deshalb ist es uns unmöglich, GV-Sitzungen zu einer Zeit abzuhalten, die allen eine Teilnahme ermöglicht. Loomio erleichterte die aktive Teilnahme von Menschen, die wegen der Zeitzonen nicht an den Sitzungen teilnehmen konnten.“

„Die Mitglieder hatten die Möglichkeit, Nominierungen für den Rat und Berichtsentwürfe zu prüfen und an Diskussionen und der Konsensfindung teilzunehmen, und zwar nicht nur während der Live-Online-Sitzungen, sondern auch asynchron vor den Live-Sitzungen mit Loomio. Verschiedene Beteiligungsmöglichkeiten anzubieten, ist für unsere weltweite Mitgliedschaft besonders wichtig, da die Menschen über viele Zeitzonen verteilt sind und mehrere Sprachen sprechen.“

„Wir haben Loomio viel genutzt, um über eingereichte Berichte, Ratswahlen und wichtige anstehende Entscheidungen zu kommunizieren.“
Sarah fährt fort: „Wir haben die Abstimmungsfunktionen von Loomio genutzt, damit die Menschen vor den GV-Sitzungen und auch noch zwei Wochen danach ihre Ansichten äußern konnten. Die auf diese Weise abgegebenen ‚Stimmen‘ flossen in unsere Berechnungen ein, ob wir ein Quorum zur Unterstützung der Entscheidungen/Wahlen erreicht hatten.“

„Die Generalversammlung war ein großer Erfolg. Insgesamt hatten wir 43 Diskussionen, was zeigt, wie sehr wir uns bei der Kommunikation mit unseren Mitgliedern, dem Sekretariat und dem Rat auf Loomio verlassen haben.“
„Die Übersetzungsfunktion in Loomio war für uns unverzichtbar, da wir offiziell in 3 Sprachen arbeiten (Englisch, Spanisch und Französisch), die Menschen aber ein viel breiteres Spektrum an Sprachen sprechen.“

Seit der Gründung des ICCA Consortium beruhen die wichtigsten Entscheidungsprozesse auf der Konsensfindung. Dieser Ansatz wird in der alltäglichen Governance und in organisatorischen Diskussionen angewandt, auch innerhalb des Rats und des Sekretariats. Wichtige Entscheidungen, etwa Änderungen der Satzung und die Wahl von Ratsmitgliedern, werden im Konsens der Generalversammlung getroffen.
Colin Scott, Schatzmeister des Rats, erklärt: „Konsensbasierte Entscheidungsfindung beruht auf den Grundsätzen einer höflichen und respektvollen Beteiligung und der gemeinsamen Verantwortung für Entscheidungen. Sie erfordert einen offenen Dialog, Vertrauen und viel Kommunikation, und alle sollten die Möglichkeit haben, ihre Ansichten mitzuteilen. Sie hilft den Menschen, ein gemeinsames Verständnis zu entwickeln und dabei unterschiedliche Werte, Bedürfnisse und Interessen zu respektieren. Sie ermöglicht allen, kooperativ und nach bestem Wissen und Gewissen zusammenzuarbeiten, um eine Lösung zu entwickeln, die für alle ausreichend akzeptabel ist.“
„Es ist verständlich und zu erwarten, dass es innerhalb der Vereinigung unterschiedliche Ansichten gibt. Konsensbasierte Entscheidungen können zeitaufwendig und mitunter schwierig sein, und nicht alle werden alles bekommen, was sie sich wünschen. Der endgültige Konsens sollte jedoch etwas sein, womit alle im gemeinsamen Interesse der Vereinigung leben können. Dieser Ansatz der Entscheidungsfindung ist in unserer Organisationskultur verankert, insbesondere bei wichtigen Entscheidungen der Generalversammlung. Bisher musste die Generalversammlung noch nie auf eine Abstimmung zurückgreifen, um über eine Frage zu entscheiden.“
Bisher musste die Generalversammlung noch nie auf eine Abstimmung zurückgreifen, um über eine Frage zu entscheiden.

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