Es dauert lange, bis wissenschaftliche Artikel veröffentlicht werden. Nach jahrelanger Forschung und Feinarbeit müssen die Arbeiten zur Begutachtung durch Fachleute eingereicht werden, was sechs Monate oder länger dauern kann.
„Während dieser Zeit haben die Forschenden [wenige] Möglichkeiten, auf ihre Arbeit zu verweisen“, erklärt Tom Narock, Assistenzprofessor für Datenwissenschaft. „Sie ist noch nirgendwo veröffentlicht, also kann man sie nicht zitieren. Man kann sie nicht in anderen Veröffentlichungen oder Förderanträgen verwenden.“
Tom und sein Team bei EarthArxiv wollten Forschenden helfen, die sich durch diesen zeitaufwendigen und mühsamen Prozess ausgebremst fühlten. Dazu nutzten sie ein Konzept namens „Preprinting“.
„Sobald du deine Studie abgeschlossen hast, schreibst du sie auf und veröffentlichst sie im Internet – alle können kostenlos darauf zugreifen, sie kostenlos lesen und darauf verweisen.“
Tom erklärt weiter, dass die Forschung während der Begutachtung nicht allgemein zugänglich ist. Preprinting hilft, Forschung schneller zu verbreiten, indem sie sofort im Internet veröffentlicht wird, sodass alle sie lesen, kommentieren und darauf aufbauen können. Das kann die Wissenschaft beschleunigen, weil Forschung schneller zugänglich wird und mehr Menschen Feedback zu deinen Ergebnissen und Methoden geben können.
Diskussionen zentralisieren
Als ihre Basis von einigen engagierten Gründungsmitgliedern zu einer weltweiten Gemeinschaft heranwuchs, brauchten sie eine Möglichkeit, alle auf dem Laufenden zu halten.
Tom sagt, Loomio sei tatsächlich das einzige Werkzeug gewesen, das all dies direkt an einem Ort vereinte.
Wenn etwas zur Debatte steht, können sie über das System ganz einfach Abstimmungen und Diskussionen durchführen, erklärt Tom.
Mit Loomio müssen nicht alle einen gemeinsamen Termin für einen Anruf oder eine Videokonferenz finden. Fast alles lässt sich über die Plattform im jeweils bevorzugten Tempo erledigen.
Während die Menschen ihrem Tagesgeschäft nachgehen und im Namen von EarthArxiv mit anderen zusammenarbeiten, können sie anschließend zurückkommen und das in einer guten Zusammenfassung auf den Punkt bringen, die dann für andere zugänglich ist.

Exponentielles Wachstum
Dadurch wird es auch sehr einfach, neue Menschen an Bord zu holen und sie über die Fortschritte der Gruppe auf den neuesten Stand zu bringen – das hat erheblich zum Erfolg der Gruppe beigetragen.
Tom sagt, er hätte es als großen Erfolg angesehen, im ersten Jahr 50 Arbeiten auf ihre Plattform zu bekommen.
„Jetzt ist etwas mehr als ein Jahr vergangen und wir sind bei 500.“
Für die Zukunft möchte die Gruppe laut Tom mehr Menschen aus Wissenschaft und Forschung für die Idee gewinnen, Arbeiten vor der Begutachtung auf EarthArxiv zu veröffentlichen.
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